Silberstift

Der Silberstift ist unter den Metallstiften schon in der römischen Antike bekannt und war das ganze Mittelalter hindurch verbreitetes Zeichenmittel. Cennino d’Andrea Cennini erwähnt in seinem Buch „Il Libro dell‘ Arte“um 1400 den Silberstift in seinen Malanleitungen, als Hilfsmittel zum Vorzeichnen von Gemälden. Besonders für  Eitempera Bilder ist der Silberstift bis heute für das Vorzeichnen zu empfehlen. Der Stift entwickelt sich in den Händen von Jan van Eyck, Leonardo da Vinci, Hans Holbein, Albrecht Dürer, und vielen anderen Künstlern weiter und bleibt nicht mehr Hilfsmittel und Vorstufe zum eigentlichen Werk sondern ist das eigentliche Kunstwerk. Im nächsten Jahrhundert gerät er mehr und mehr in Vergessenheit, bis er im Zuge der Romantik neuentdeckt wird.

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Maluntergründe für den Silberstift müssen hart und rau sein, damit sich das Silber vom Stift abreibt. Hierfür werden Papier oder Holz  mit einer Mischung aus Knochenleim und Kreide bestrichen. Ähnlich wie bei einem harten Bleistift sind die Linien nur hellgrau. Durch staffieren, mehrmaliges zeichnen und stärkeres aufdrücken können Schattierungen erzielt werden. Silberzeichnungen dunkeln durch die Bildung von Silbersulfid nach.

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